Der Weg zur Arbeit gehört für Beschäftigte zum Alltag – und er birgt hohe Risiken. Im Jahr 2024 verzeichnete die gesetzliche Unfallversicherung rund 173.500 meldepflichtige Wegeunfälle in Deutschland. 215 dieser Unglücke endeten tödlich.
Die Ursachen für die Wegeunfälle sind unterschiedlich. Ein oft unterschätzter Risikofaktor ist die eingeschränkte Fahrtüchtigkeit, etwa durch Alkohol, Cannabis oder bestimmte Medikamente. Allein Alkoholeinfluss gehört laut der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik weiterhin zu den häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschaden.
„Im Schnitt ereignete sich alle 15 Minuten ein Unfall, bei dem Alkohol eine Rolle spielte“, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat in einer Pressemitteilung. Für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist deshalb klar: Beeinträchtigte Fahrtüchtigkeit ist ein ernst zu nehmendes Risiko.
Rauschmittel am Arbeitsplatz: Was Führungskräfte tun können
- Klare Regeln: Betriebs- oder Dienstvereinbarungen treffen zum Umgang mit Alkohol, Cannabis und Medikamenten
- Unterweisen und informieren: Fahrtüchtigkeit thematisieren, etwa in Unterweisungen, Teamsitzungen oder Personalgesprächen
- Gefährdungsbeurteilung: Suchtbezogene Risiken berücksichtigen und gemeinsam mit Verantwortlichen für Arbeitsschutz geeignete Präventionsmaßnahmen ableiten
- Arbeitsbedingungen gesund gestalten: Auf Belastungsfaktoren wie Zeitdruck, Überforderung oder Konflikte achten, die Suchtverhalten begünstigen können
- Gespräch suchen: Auffälligkeiten ansprechen und Hilfe anbieten
- Angebote bekannt machen: Über betriebliche und externe Hilfsangebote informieren, etwa Betriebsärztin/Betriebsarzt, Sozial- und Suchtberatung
- Vorbild sein: Sicherheitsgerechtes Verhalten sichtbar vorleben und Fahrtüchtigkeit als selbstverständlichen Teil der Arbeitssicherheit thematisieren
Mehr dazu unter: topeins.dguv.de/arbeitssicherheit/rauschmittel-beeinflussen-fahrtuechtigkeit/

